Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dexbach

von ihren Anfängen bis heute

 

Schon 6 Jahrzehnte vor der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr verfügte die Gemeinde Dexbach über eine Feuerwehr, die Kraft Gesetzes bestand, also eine Pflichtfeuerwehr war.

Alle für die damalige Zeit erforderlichen Geräte und Einrichtungen waren vorhanden. Es gab ein Spritzenhaus, ein Leiternhaus und eine von der Weilburger Firma W. Göhring gefertigte und von der Gemeinde Dexbach im Jahre 1898 für die Summe von 1.250,00 Mark angeschaffte, fahrbare Saug- und Druckspritze. Diese Spritze war bis Anfang der 50er Jahre in Betrieb.
Die Mitgliederzahl der Pflichtfeuerwehr betrug 37 Personen. Wehrführer war immer der Bürgermeister. Die Wehr bestand aus einer Spritzenmannschaft, die personell am stärksten besetzt war. Das war auch erforderlich, denn die 4-rädrige Spritze musste zu Übungen und evtl. Einsätzen innerhalb des Dorfes mir Muskelkraft transportiert werden. Allein sechs Mann waren erforderlich, um den Pumpvorgang zu betreiben. Ebenso musste die entsprechende Anzahl von Ersatzmännern zur Verfügung stehen. Eine weitere stark besetzte Gruppe war die Steigmannschaft. Ihr oblag zunächst die Verantwortung über das Leiternhaus, in dem Leitern, Einreißhaken und andere Gerätschaften, die zur Brandbekämpfung benötigt wurden, untergebracht waren. Als dritte Gruppe gab es die Sicherheitsmannschaft. Sie hatte die Aufgabe, im Falle eines Brandes über gerettetes Hab und Gut zu wachen und Plünderungen zu verhindern. Selbstverständlich gab es auch Brandmelder, deren Aufgabengebiet exakt vorgeschrieben war.
Für die innerörtliche Alarmierung wurde die sogenannte Feuerglocke benutzt, später versah dies ein Hornist, der mit festgesetzten Hornsignalen die Wehr alarmierte. Der letzte Hornist der Feuerwehr war Karl Schmidt.

Ein Problem bis dahin war die unzureichende Versorgung mit Löschwasser. Durch den Bau einer Hochdruckwasserleitung in 1905 wurde die Löschwasserversorgung wesentlich verbessert. Ein Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 60m³ versorgte die Haushalte mit Trinkwasser. Vorsorglich waren innerhalb des Leitungsnetzes im gesamten Dorfbereich 12 Hydranten installiert.

Eine für den Brandschutz außergewöhnlichen Neuerung war die im Jahre 1908 erfolgte Anschaffung eines Hydrantenwagens. Nun konnte schnell und ohne großen technischen Aufwand mittels Standrohre aus den Hydranten Wasser entnommen werden. Der vorhandene Wasserdruck und das vorhandene Schlauchmaterial reichte aus, jedes Haus in Dexbach im Falle eines Brandes zu erreichen. Das also war die Situation unter einer Pflichtfeuerwehr in der Gemeinde Dexbach bis zum Jahre 1910.

Am 27. Juli 1910 beschloss die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Das Sitzungsprotokoll besteht aus nur einem Satz:

„Es ist eine Freiwillige Feuerwehr für die Zukunft zu gründen."

Unterschrieben ist es von dem damaligen Bürgermeister August Brühl (Brinn) und den Gemeindevertretern Jakob Mankel (Kaspersch) und Jakob Schmidt (Derlähne). Was zu dem Entschluss geführt hat, ist nicht nachweisbar, da hierüber nichts vermerkt ist. Sicherlich war es kein spektakulärer Entschluss.

Die Wehr unterlag keinerlei personeller Veränderung. Die Führungs- und Mannschaftsstruktur blieb die gleiche, wie die der Pflichtfeuerwehr. Anstelle des Wortes „Pflicht“ trat nun das Wort „freiwillig“. Wehrführer war weiterhin der Bürgermeister Brühl, der Spritzenmeister weiterhin der Schmiedemeister Heinrich Becker (Wewersch).

Ihm oblag die Wartung der Spritze.

Die im Abstand von zwei Jahren erstellten Mitgliederlisten durch den Wehrführer, wichen, nur durch geringe Veränderungen, von der Liste der Pflichtfeuerwehr ab.

Der Ausbruch des ersten Weltkrieges in 1914 blieb auch für die Feuerwehr nicht ohne Folgen. Die Mehrzahl der Mitglieder, meist junge Männer, wurden eingezogen. Viele kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück. Aus diesem Grund war die Wehr nach Kriegsende kaum noch einsatzfähig.

Nur langsam wuchs wieder der Mitgliederstand. Im Jahre 1924 übernahm Schmiedemeister Karl Becker von seinem Vater das Amt des Spritzenmeisters. Die vorhandene Ausrüstung jedoch war nicht mehr zeitgemäß.

Nachkriegszeit, Inflation und leere Gemeindekassen verhinderten für viele Jahre die Anschaffung von Geräten und Einrichtungen für die Feuerwehr.

Im Frühjahr 1933 übernahm Bürgermeister Karl Belz (Brinneckels) von seinem Vorgänger das Amt des Wehrführers. Spritzenmeister blieb weiterhin Karl Becker. Bereits zwei Jahre später, in 1935, gab Bürgermeister Karl Belz das Amt des Wehrführers ab. Neuer Wehrführer wurde der seitherige Spritzenmeister Karl Becker, dessen Amt übernahm Heinrich Damm III (Wessekaspersch).

Die Mannschaftsstärke der Wehr betrug zu diesem Zeitpunkt 39 Mitglieder. Sie war aufgeteilt in folgende Gruppen:

Spritzenmannschaft 13 Mann

Steigmannschaft 10 Mann

Hydrantengruppe 7 Mann

Sicherheitsmannschaft 9 Mann

Im Jahre 1935 wurde während der Amtsführung von Bürgermeister Karl Belz ein zweiter Hochbehälter gebaut, der ebenfalls wie der erste 60m³ Wasser fasst. Somit waren ständig 120m³ Wasser vorhanden.

In 1938 wurde das Spritzenhaus mit einem Turm versehen, in dem nun bei Übungen nassgewordene Schläuche getrocknet werden konnten.

Bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges in 1939 mussten wiederum Dexbacher Männer in den Krieg ziehen. Die Freiwillige Feuerwehr kam, da kaum noch Mitglieder da waren, fast völlig zum Erliegen. Sie wurde gewissermaßen vom „Luftschutz“ ersetzt. Daheim gebliebene Männer und auch Frauen versahen Dienst im Brandschutz.

Während der Kriegsjahre mussten auf den Dachböden ständig mit Wasser gefüllte Behälter (Eimer oder Kannen) zur evtl. notwendigen Brandbekämpfung zur Verfügung stehen. Eine Maßnahme, die ständig kontrolliert wurde.

Das Kriegsende in 1945 hinterließ tiefe Wunden. Für einen Neuanfang bestand zunächst keine Möglichkeit. Wie das gesamte Vereinswesen unseres Dorfes lag auch die Feuerwehr völlig danieder. Es bedurfte einer Reihe von Jahren, bis die zuständige Militärregierung den Wiederaufbau der Wehren genehmigte. In den Jahren 1946/47 begannen leise Versuche, die Feuerwehr wieder mit Leben zu füllen.

Jedoch die Ausrüstung und Gerätschaften waren nach langen Kriegs- und Nachkriegsjahren in einem desolaten Zustand. Die vor dem Krieg angeschafften Schläuche waren porös, die Spritze, infolge ihrer langen Ruhezeit, nicht einsatzfähig. Sie ist auch nicht mehr zum Einsatz gekommen, denn ihr Schicksal war nach 52 Dienstjahren besiegelt. Sie wurde in der ehemaligen Schulscheune abgestellt und verschwand 1951, als die Scheune abgerissen wurde, sang- und klanglos an einen Schrotthändler.

Karl Becker, der das Amt des Wehrführers 27 Jahre ausgeübt hat, gab dieses im Jahre 1950 an Otto Gründel ab. Aus den bereits geschilderten Gründen fand Otto Gründel eine Wehr vor, die zwar zahlenmäßig stark, sich aber ausrüstungsmässig in einem überaus schlechten Zustand befand.

So war natürlich seine erste Forderung an die Gemeinde, die Ausrüstung zu verbessern. Er war es auch, der schließlich auf der Anschaffung einer neuen Motorspritze bestand. Sein Bemühen hatte Erfolg. In 1953 endlich beschäftigte sich die Gemeindevertretung mit der Anschaffung einer neuen Spritze. So fand am 22. Mai 1953 eine Gemeindevertretersitzung statt, in der über die Anschaffung einer solchen beraten wurde. Doch wurde man sich in dieser Sitzung nicht einig. Im Protokollbuch ist folgendes niedergeschrieben:

„Nach eingehender Beratung kam es zu Meinungsverschiedenheiten, sodass dieser Punkt vertagt werden musste".

Das Protokoll ist unterschrieben von dem damaligen Bürgermeister Heinrich Belz und den Gemeindevertretern Walter Pitz und Otto Wagner. Welche Gründe es für die Meinungsverschiedenheiten gab, ist nicht bekannt. Sie können nicht all zu schwer gewesen sein und waren bald ausgeräumt, denn kurze Zeit später wurde bei der Firma Metz in Karlsruhe eine Tragkraftspritze TS 8 mit dazugehörigem Anhänger TSA/8 in Auftrag gegeben. Die Auslieferung erfolgte bereits am 21.10.1953. Die Kosten für Spritze und Anhänger betrugen 5.739,86 DM. Für Schläuche und Ausrüstung des Anhängers von der Firma Bernhard in Friedberg kamen 3.505,27 DM hinzu. Dies gab ein Gesamtbetrag von 9.245,13 DM. Aus Mitteln des Feuerschutzes wurde der Gemeinde ein Zuschuss in Höhe von 4.260,00 DM gewährt, sodass 4.985,13 DM als Gemeindeanteil verblieben.

Die Feuerwehrkameraden Heinrich Pitz und Heinrich Weißbenner, sowie Bürgermeister Heinrich Belz und Wehrführer Otto Gründel waren bei der Übergabe und ersten Inbetriebnahme zugegen. Von der Gemeinde wurden an Heinrich Pitz 7,60 DM und an Heinrich Weißbenner 7,20 DM für Verdienstausfall bezahlt. Heinrich Weißbenner, der ein Lehrgang in Kassel absolviert hatte, wurde der erste Maschinist.

Entsprechend den Richtlinien für Feuerwehren wurde die Wehr neu eingeteilt. Zum ersten mal gab es einen Vorstand. Er bestand aus dem Vorsitzenden Otto Gründel als Wehrführer, sein Stellvertreter war Heinrich Pitz, Kassierer Hermann Brühl, Schriftführer Karl Feige, Maschinist Heinrich Weißbenner, Gruppenführer der Motorspritze Wilhelm Heck, Gruppenführer Hydrantenwagen Willi Dersch.

Insgesamt also 7 Vorstandsmitglieder. Die Wehr war in folgende Abteilungen aufgeteilt:

Motorspritzengruppe 13 Mann

Hydrantengruppe 9 Mann

Schiebeleitertrupp 5 Mann

Altersgruppe 10 Mann

Insgesamt waren 44 Personen Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

Nachdem nun die Neuordnung der Feuerwehr vollzogen war, beantragte Wehrführer Otto Gründel die Anschaffung von Kombi-Anzügen für die Spritzenmannschaft. Der Antrag wurde von der Gemeindevertretung in ihrer Sitzung vom 15.03.1954 genehmigt.

Für die neue Spritze gab es zunächst keine Unterkunft. Im Zuge der Platzgestaltung zum Bau des Dorfgemeinschaftshauses, war das Backhaus mit anhängendem Spritzenhaus abgerissen worden. Sie wurde vorübergehend in der alten Schulscheune abgestellt. Mit der Fertigstellung des Gemeinschaftshauses in 1956 bekam auch die Freiwillige Feuerwehr ihren eigenen Geräteraum. Zwar in der Größe bescheiden, aber doch ausreichend Platz für Motorspritze und Anhänger, sowie für die vorhandene Ausrüstung.

Für den in 1908 angeschafften Hydrantenwagen war jedoch im neuen Domizil kein Platz mehr. Er wurde in einer Scheune abgestellt, fand keine Verwendung mehr und geriet fast in Vergessenheit. Die Dexbacher Wehrmänner haben ihn vor einigen Jahren wieder aus seinem Versteck hervorgeholt und ihn liebevoll und fachmännisch restauriert. Er steht heute als Anschauungsstück im neuen Gerätehaus.

Als man in 1951/52 an die Pflasterung der Straße im Rotenbach ging, wurde auch das am Beginn des Mühlweges zum Schmiedegebäude Brühl (Black) in 1871 erbaute Leiternhaus abgerissen. Somit war das letzte alte Gebäude der Dexbacher Feuerwehr verschwunden. Die jüngeren Einwohner wissen heute schon nicht mehr, wo es gestanden hat.

Nach dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses nahm auch die Bautätigkeit in Dexbach zu. Der erste Aussiedlerhof der Familie Damm (Gosse) erfolgte in 1958/59. Für den erforderlichen Brandschutz dieses Gehöftes ergab sich nun eine besondere Situation. Für die Gewährleistung des Brandschutzes war die Gemeinde verantwortlich. Das war auch die eindeutige Forderung der Brandversicherung. Dieses Problem wurde gelöst, in dem die Gemeinde die in 1905 erschlossene „Lüzzerbornquelle“ auf ein Fassungsvermögen von 6m³ erweitern ließ. Der Lüzzerborn diente von nun an der Lösch- und Trinkwasserversorgung der Familie Damm.

Erwin Mankel übernahm in 1969 von seinem Vorgänger Otto Gründel das Amt des Wehrführers. Otto Gründel hat dieses Amt 19 Jahre begleitet und die Wehr in das technische Zeitalter geführt.

Das Jahr 1971 erfüllte einen seit langem gehegten Wunsch: Nämlich die Anschaffung eines Feuerwehrautos. Im Oktober des gleichen Jahres konnten Wehrführer Erwin Mankel, Dieter Kösling und der damalige Bürgermeister Karl Feige das neue Auto - ein Ford Transit - bei der Firma Ziegler in Giengen a. d. Brenz in Empfang nehmen. Die Zuteilung des Fahrzeuges erfolgte über eine Beschaffungsaktion des Landes Hessen und des Kreises Biedenkopf. Die offizielle Übergabe erfolgte kurze Zeit später durch den damaligen hessischen Innenminister Bielefeld in Großkrotzenburg, bei der Wehrführer Mankel und Günter Gründel anwesend waren.

Die Kosten für das neue Fahrzeug betrugen 8.200,00 DM, zuzüglich 542,57 DM für Zubehör. Dies war die letzte Anschaffung der selbstständigen Gemeinde Dexbach.

Mit dem 01. Januar 1972 wurde die inzwischen beschlossene freiwillige Eingliederung der Gemeinde Dexbach in die Stadt Biedenkopf vollzogen. Von nun an war die Stadt Biedenkopf Rechtsnachfolgerin und in Zukunft auch verantwortlich für die Feuerwehren. Dies ist im Grenzänderungsvertrag wie folgt festgelegt:

„Die Freiwillige Feuerwehr Dexbach bleibt auch nach der Eingliederung weiter bestehen. Sie wird als Feuerlöschzug in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Biedenkopf integriert“.

In den nun folgenden Jahren begann eine Entwicklung, die weder von den Wehrmitgliedern noch von der Einwohnerschaft vorauszusehen war.

In nunmehr über vier Jahrzehnten als Stadtteil von Biedenkopf wurden in Dexbach Investitionen getätigt, die die ehemals selbstständige Gemeinde nicht hätte tätigen können, weil dies aus der finanziellen Situation heraus schon nicht möglich gewesen wäre. Nicht nur der Stadtteil Dexbach selbst, insbesondere die Freiwillige Feuerwehr als städtische Einrichtung hat eine beachtliche Entwicklung erfahren. Die wichtigsten Investitionen sind nachstehend aufgeführt:

Bereits in 1978/79 erfolgte der erste Umbau des Bürgerhauses. Durch Ausbau der Viehwaage und Abriss des Backhauses entstand eine neue und größere Unterkunft, in der neben Regalen zur Aufbewahrung von Ausrüstung und Uniformen auch das Feuerwehrauto Platz fand.

Das frühere und wesentlich kleinere Gerätehaus wurde zur Küche umgebaut. Die Gesamtkosten dieses Umbaues betrugen 210.000.00 DM.

Die Finanzierung erfolgte wie folgt:

Anteil der Stadt Biedenkopf 130.000.00 DM
Zuschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf 20.000,00 DM
Zuschuss vom Land Hessen 50.000,00 DM
Zuschuss aus der Feuerschutzsteuer 10.000,00 DM

Anmerkung: Durch den damaligen Ortsbeirat wurde bereits 1977 im Hinblick auf den geplanten Umbau vorgeschlagen, die Räume im Erdgeschoss des Bürgerhauses, die damals schon nicht mehr genutzt wurden, der Feuerwehr zu überlassen. Dies wurde jedoch aus finanziellen Gründen vom Magistrat der Stadt Biedenkopf abgelehnt.

Auch die Feuerwehreinrichtung wurde ergänzt. Im Jahre 1978 wurde das Fahrzeug mit einem Funkgerät ausgerüstet, bereits 1976 erfolgte die Anschaffung von Atemschutzgeräten.

In den Jahren 1981/82 erfolgte der Bau eines 300m³ fassenden Hochbehälters, der die Wasserversorgung der Stadtteile Dexbach und Engelbach gewährleisten soll. In dem Behälter stehen ständig ca. 150m³ Löschwasserreserve zur Verfügung.

Wehführer Erwin Mankel übergab sein Amt in 1989 an seinen Nachfolger Günter Gründel. Erwin Mankel hat sich ebenso wie seine Vorgänger große Verdienste um die Freiwillige Feuerwehr Dexbach erworben. Er war 20 Jahre Wehrführer.

Günter Gründel gab das Amt des Wehrführers bereits in 1991 wieder ab.
An seine Stelle trat nun Dieter Specht als Wehrführer, der dieses Amt bis ins Jahr 2003 inne hatte.
Im August 1992 erfolgte die Anschaffung eines TSF - Tragkraftspritzenfahrzeug - Wasser. Die Gesamtkosten dieses Fahrzeuges betrugen 98.263,31 DM. Der Kreis gab eine Beihilfe von 10.000,00 DM, der Zuschuss der Brandkasse betrug 7.110,00 DM. Die verbleibende Summe für die Stadt belief sich auf 81.153,31 DM.
Die offizielle Übergabe geschah in Anwesenheit von dem damaligen Bürgermeister Martin Müller und Landrat Prof. Dr. Kurt Kliem.
Der seitherige Feuerwehrgeräteraum erwies sich wiederum als zu klein.
In 1994/95 erfolgte daher der Umbau des gesamten Erdgeschosses des Bürgerhauses zur neuen Feuerwehrgeräteunterkunft, der fast identisch war mit dem damals vom Ortsbeirat gemachten Vorschlag. Durch diese Baumassnahme hat die Feuerwehr angemessene Räumlichkeiten bekommen. Ein geräumiges Gerätehaus mit allen erforderlichen Einrichtungen, ein ansprechender Schulungsraum sowie Toiletten.
Die Stadt hat für diesen Umbau 152.037,34 DM aufgewendet.
Darüber hinaus haben die Feuerwehrmänner die beachtliche Zahl von 869 Stunden Eigenleistung aufgebracht. Eine Leistung, die nicht genug gewürdigt werden kann, durch die jedoch Räumlichkeiten geschaffen wurden, die sich sehen lassen können. Im Besonderen ist dies der Schulungsraum, der eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlt und neben der theoretischen Ausbildung auch die Geselligkeit fördert.

Im Jahre 2003 übernahm Dietmar Damm das Amt des Wehrführers von Dieter Specht. Er begleitete dieses Amt bis ins Jahr 2011 und gab es an Dirk Brühl weiter, der bis heute als amtierender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Dexbach tätig ist.

Eine besondere Erwähnung bedarf noch die Gründung einer Jugendfeuerwehr im Jahre 1992. Im Gründungsjahr bestand die Gruppe aus 6 Mädchen und 8 Jungen die von Dieter Specht und Manfred Damm geführt wurde. In 1995 wurde die Gruppe von Michael Zbucnovic übernommen und bis 1996 weitergeführt. Von 1996 bis 2003 wurde die Gruppe von Dietmar Damm betreut. Im Jahre 2003 übernahm dann Tobias Reibl das Amt des Jugendfeuerwehrwartes. Auch in der Jugendfeuerwehr gab es Höhen und Tiefen, sodass der Betrieb im Jahre 2006 vorübergehend für etwa 2Jahre eingestellt werden musste, da sich nicht mehr genug Kinder und Jugendliche für eine Gruppe zusammen fanden. Im Herbst 2008 wurde der Betrieb wieder mit 2 Mädchen und 2 Jungen unter der Leitung von Dietmar Damm aufgenommen und bis 2012 weitergeführt. Zur Zeit hat die Jugendfeuerwehr Dexbach keine aktive Abteilung.

Aus für uns heute primitiv anmutenden Einrichtungen entstanden, speziell nach dem zweiten Weltkrieg, technisch hochentwickelte Geräte, deren Beherrschung und Bedienung ein enormes theoretisches und praktisches Wissen und Können erfordert. Aber auch früher mussten die Menschen den Umgang mit den ihnen zur Verfügung stehenden Gerätschaften lernen.
Wichtig und ausschlaggebend für den Dienst in der Feuerwehr ist der Mensch, der diesen heute wahrhaft nicht leichten Dienst, freiwillig tut.
Freiwillig jederzeit bereit ist, anderen Menschen in Not zu helfen oder wenn möglich von ihnen abzuwenden, selbst unter Einsatz des eigenen Lebens.
Die Art der Hilfeleistungen ist heute so vielfältig und bedarf einer immerwährenden Weiterbildung. Menschen die dazu bereit sind verdienen unsere Hochachtung und unseren Dank.
Mögen sich Dexbacher Frauen und Männer auch in Zukunft bereit finden, freiwillig Dienst an der Allgemeinheit zu tun, ganz im Geiste ihrer Vorfahren.

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